Aufgaben des Kreisjagdmeisters

(Auszug des § 38 des LJG vom 5. Februar 1979 (GVBI. S. 23), zuletzt geändert am 25. Juli 2005 (GVBI. vom 2. August 2005 S. 16ff.)

Der Kreisjagdmeister ist als Berater der Unteren Jagdbehörde in allen mit der Jagd in Zusammenhang stehenden Fragen zu hören. Die Vorbereitung jagdlicher Angelegenheiten kann ihm übertragen werden. Der Kreisjagdmeister ist Ehrenbeamter des Kreises.
In kreisfreien Städten sollen die Aufgaben des Kreisjagdmeisters bei der Unteren Jagdbehörde durch Verwaltungsvereinbarung auf den Kreisjagdmeister bei der Unteren Jagdbehörde eines angrenzenden Landkreises übertragen werden.

Der Kreisjagdmeister und sein Stellvertreter werden auf die Dauer von fünf Jahren gewählt; beim Ausscheiden eines Gewählten wird dessen Nachfolger für die Dauer der noch laufenden Amtszeit des Ausgeschiedenen gewählt. Die Wahl bedarf der Bestätigung der Unteren Jagdbehörde.

Seine Tätigkeiten im Kreisjagdbeirat (Auszug aus § 36 LJG)

Bei jeder Unteren Jagdbehörde wird ein Jagdbeirat (Kreisjagdbeirat) gebildet, der die Jagdbehörden in allen wichtigen Fragen der Jagdverwaltung zu beraten hat. Er wirkt bei der Bestätigung oder der Festsetzung der Abschusspläne mit (§21 Abs. 2 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes).

Die Sitzungen des Jagdbeirates werden durch den Kreisjagdmeister einberufen und geleitet.

Der Kreisjagdmeister informiert zu aktuellen Themen

Mitteilungen des Kreisjagdmeisters  Juli 25

Jagdjahr 2024/25

Nachdem nun endlich alle Jagdausübungsberechtigten ihre Jahresabschußmeldungen abgegeben haben, kann ich leicht verspätet die Abschußzahlen für den Kreis SÜW und die Stadt Landau, bekannt geben. Erlegt, bzw. als Fallwild gemeldet wurden:

Rotwild: 1 Hi Kl.1, 9 Hi Kl. III.1, 16 Hi Kl. III.2, 12 AT, 11 ST, 14 HiKä und 9 WiKä. Sa.72

Damwild: 1 Kalb

Schwarzwild: 389 Kei, 702 ÜLm, 401 FRm, sowie 263 BA, 620 ÜLw, 488 FRw. Sa. 2863 St

Rehwild:   1257 männl. und 1313  weiblich   Sa. 2570 St.

Feldhasen:  277 St.  Wildkaninchen:  187 St.  Füchse:  1218 St.  Dachse:  254 St.

Baummarder:  20 St.  Steinmarder:  108 St.  Hermeline:  1 St.  Waschbären:  60 St.

Wildkatzen:  3 St.  Nutria:  177 St.  Fasane:  135 St. Ringeltauben:  410 St.

Waldschnepfen: 15 St.  Stockenten:  133 St.  Blässhühner: 2 St.  Rabenkrähen:  1248 St.

Elstern:  320 St.  Graugänse:  13 St.  Kanadagänse: 20 St.  Nilgänse: 60 St.

Weder erlegt noch als Fallwild gemeldet wurden Marderhund, Luchs, Iltis, Kormoran und Saatkrähe.

Tendenzen insgesamt: Rotwildstrecken weiter rückläufig, Schwarzwild steigend, Rehwild konstant auf hohem Niveau. Beim Niederwild höchste Strecken bei Raubwild und Raubzeug.

Jagdjahr 2025/26  -Aussichten-

Das trockene Frühjahr hat sich nicht bestandsreduzierend auf die Frischlinge ausgewirkt. Aus den Revieren werden viele gemeldet. Mit der Erlegung sollte früh begonnen werden. Immer häufiger ist Schwarzwild in Wohngebieten und Hausgärten anzutreffen.

Für das Niederwild war die Witterung bisher eher gut. Ringeltauben, Krähen und Elstern könnten viel mehr erlegt werden. Fuchs- und Marderprobleme werden aus vielen Ortschaften und Stadtgebieten gemeldet. Deren Bejagung sollte auch intensiviert werden, an der Munition (Kugelpatronen) sollte nicht gespart werden. Die geplagten Hühner-, Auto- und Kleintierbesitzer, würden es uns danken.

Nutria und Waschbär nehmen weiter zu und kommen inzwischen in fast allen Revieren vor.

Zunehmend öfters Beobachtungen von Luchs in den Revieren! Deren Anzahl steigt!

Drückjagden am besten schon jetzt vorbereiten, es gibt wieder Unterstützung bei der Beschaffung von Drückjagdständen. Alle Waldreviere sollten dieses Jahr mitmachen.

Mit Waidmannsheil !  Jörg Sigmund,  Kreisjagdmeister