Unterstützung des Luchsbestands in 2026

Mitteilung der Stiftung Natur und Umwelt RLP, Projektkoordination Bestandsstützung Luchs

Es wurde festgestellt, dass sich die Luchspopulation im Pfälzerwald, inzwischen auf rund 20 Tiere geschätzt, nur langsam entwickelt. Gründe dafür sind vor allem die beobachteten Inzuchtverpaarungen mit ihren negativen Auswirkungen auf die genetische Vielfalt und den daraus resultierenden Augenproblemen bei Teilen des Nachwuchses. Darüber hinaus konnten und können Zufallsereignisse, wie der frühe Ausfall einzelner Tiere sowie die fehlende Reproduktion ausgewilderter Weibchen, dazu beitragen, dass sich die Genetik
der Population verengt und mittel- bis langfristig eine Inzuchtdepression entwickelt. Um die Zukunft der Luchspopulation zu sichern, starten wir ein Projekt zur Stabilisierung der genetischen Vielfalt.

In den kommenden fünf Jahren sollen möglichst jährlich ein bis zwei genetisch geeignete Luchse, vorzugsweise Weibchen, in die Population eingebracht werden. Die Tiere stammen entweder aus Nachzuchtprogrammen oder aus geeigneten Wildpopulationen. Das Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) begleitet die Tiere wissenschaftlich und dokumentiert ihre Integration und Reproduktion. Nach fünf Jahren wird geprüft, ob die umgesetzten Maßnahmen ausreichen oder ob eine Fortführung des Projekts erforderlich ist. Besteht der weitere Bedarf die genetische Diversität zu erhöhen, kann das Projekt, abhängig von dem Ergebnis der vorherigen Evaluation, in bis zu zwei Schritten um jeweils weitere 5 Jahre weitergeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.  Die Webseite wird laufend mit aktuellen Informationen zu den einzelnen Auswilderungen ergänzt.